| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jan | ||||||
| 1 | ||||||
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | 31 | |||||
4.1.2009 von koch.
Was hatte man vom neuen Film des Meisterwerks “Moulin Rouge” nicht alles erwartet. Ein neues ideenreiches Feuerwerk voller Tempo, Witz und mit Originalität, die für zehn Filme reicht - doch was bekam man: Ein zwar bewusst, aber dennoch ärgerlich altmodisches Film-Melodram ohne Pep und Esprit, rührselig, mit 166 Minuten überlang und so abgeschmackt schmonzettig, dass mam sich fragt, warum so ein Regie-Wunder solch einen Schritt rückwärts machte.
“Australia” hat keine neue Idee und bezieht seine Daseinsbetechtigung lediglich aus der Begründung, eine Reminiszenz an Filmklassiker wie “Jenseits von Afrika” oder “Vom Winde verweht” sein zu wollen. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
10.11.2008 von koch.
Weniger Bond war nie.
Okay, dem Namen nach hat man es mit einem Bond-Film zu tun. Auch die Tatsachen, dass James Bond noch die Hauptrolle spielt und M seine Chefin ist, belegen: „Ein Quantum Trost“ ist ein Bond-Film.
Aber eigentlich nicht.
Denn dies sind schon die einzigen Tatsachen, die dafür sprechen. Dafür sprechen etliche dagegen.
Noch nie war so wenig Bond in einem Bond-Film. Fast könnte man meinen, die Produzenten schämen sich dermaßen für ihre Serie, dass sie im Über-Bord-Werfen ihre einzige Rettung sahen. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
10.11.2008 von koch.
Manche Filme haben keine einzige Idee – wenige Filme hingegen haben Ideen für ein Dutzend. Wie „Hellboy 2 – Die goldene Armee“, der in Sachen Einfallsreichtum wahrscheinlich alles bislang Dagewesene in den Schatten stellt.
Eine gigantische Flut an fantasievollen Masken und Kostümen, schrulligen wie einzigartigen Charakteren, hinreißenden Regie- und Storyeinfällen, hervorragende Effekte und eine liebenswürdige Story machen „Hellboy 2“ zu einem – Tusch, großes Wort – Ereignis, das Maßstäbe setzt. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
10.11.2008 von koch.
Wenn man Filme im Kino sieht, die man schneller vergessen hat als den Burger danach, hat man Zeit verplempert.
„Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“ ist so ein Film.
Dabei ist nicht fatal, dass er schrecklich dämlich ist – das dreiste Abkupfern aus anderen Filmen ist viel schlimmer. Es scheint, als habe das Machwerk nicht einen eigenen originären Gedanken – und wenn dann doch einer käme, geht der auch noch in die Hose.
Noch schlimmer ist, wie unwitzig der als brüllend komischer Film konzipierte Müll ist. Brendan Fraiser und John Hannah als sein Schwager hauen zwar Sprüche im Akkord raus, aber von den schätzungsweise 350 gewollten Gags zünden wenn überhaupt drei. Eins muss jedoch gesagt werden: In der weltweiten Top Ten der dümmsten Filmsprüche belegt dieser Film Platz 1 bis 10. Und auch in der Top 100 findet er sich noch einige Dutzend Mal. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
28.6.2008 von koch.
M. Night Shyamalan, seit seinem Debut „The Sixth Sense“ gefeierter Regisseur, ist etwas Besonderes: Nach starkem Anfang demontierte er sich selbst und filmte sich und seine Reputation mit jedem weiteren Film ins Abseits, bis zum Flop „Das Mädchen aus dem Wasser“. Shyamalan wurde deutlich, nur mit einer Kurskorrektur einen dringend benötigten Hit erbringen zu können.
Das Scheitern hat mit dem orientierungslosen, einfältigen und stinklangweiligen Trash-Spektakel „The Happening“ nun ein kaum noch zu unterbietendes Maß erreicht, dessen einziges Highlight der Soundtrack von James Newton Howard ist. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
1.6.2008 von koch.
Was in „An American Crime“ gezeigt wird, ist wirklich passiert – dabei kann man es kaum glauben.
Das entsetzliche Geschehen basiert auf Zeugenaussagen, die während der Verhandlung nach dem grausamen Tod von Sylvia Marie Likens (Ellen Page) protokolliert wurden – und entspringt leider nicht einer verrückten Idee eines Drehbuchschreibers, auch wenn man es kaum glauben mag.
„An American Crime“ ist schwere Kost – die Altersfreigabe „Ab 16 Jahren“ bewahrt den Zuschauer zwar vor blutigen Sado-Exzessen wie „Hostel“ und „Saw 1 – 1,5 Millionen“ - unterschätzen sollte man den Film jedoch nicht:
Der Film ist ein Film über Gewalt, ihre Entstehung und ihre Durchführung und beleuchtet die inneren und äußeren Einflüsse, die Menschen zu Bestien werden lassen – anders als Gewaltfilme also ist er analytisch und will keinen Spaß vermitteln.
Die Grausamkeiten sieht man, auch wenn die Kamera nicht voyeuristisch immer auf den Akt des Handelns draufhält – dann hält sie stattdessen in das Gesicht der Gequälten.
Das geschieht nicht reißerisch, sondern ist gut gewählt und gemacht. Die Qualen des Opfers auszublenden, um dem möglichen Vorwurf von Reißerei zu entgehen, wäre ein Fehler gewesen: Filme über Gewalt müssen Gewalt zeigen, sonst sind sie nicht glaubwürdig.
Hier agieren Drehbuch und Regie durchaus gekonnt und absolut richtig, die Darsteller sind hervorragend – die Tatsache, dass diese Geschichte wirklich passiert ist, liegt dem Zuschauer dabei stets im Magen und trägt den Film.
Seine Atmosphäre ist bedrückend, die Schauspielerleistungen sind hervorragend, und das Drehbuch bemüht sich, jegliche Vordergründigkeit zu vermeiden.
Ein hehres Ziel, das letztlich an einem Grundproblem krankt: Wie erklärt man „das Böse im Menschen“?
Was ein Prozess nicht erklären kann, kann ein Film von 97 Minuten erst recht nicht. „An American Crime“ ist somit ein Deutungsversuch, kein Erklärungsversuch,wodurch er seine Aufgabe nur unzureichend erfüllen kann.
Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
1.6.2008 von koch.
Allen Unkenrufen zum Trotz: „Sex and the city“ als Kinofilm geht auf – nach 4 Jahren geht die Serie im Kino weiter, als sei nichts gewesen, nimmt sämtliche Fäden auf, führt sie logisch weiter und bringt sie zu einem plausiblen, nachdenklichen und hinreißenden Schluss.
Wer die Serie liebt, wird den Film lieben. Nichts wurde vergessen und verändert, nur um die Serie kinotauglich zu machen – was zeigt, wie kinotauglich die Serie gewesen ist.
Es gibt Kritiker, die dem Film vorwerfen, mehr eine Modenschau zu sein, Schleichwerbung zu machen und der Serie keine neuen Impulse zu geben.
Glücklicherweise stimmt das absolut! Denn die Serie war schon immer eine Modenschau, hat immer Schleichwerbung gemacht – und bitte: NEUE Impulse? Sollte nun ein Drama draus werden, oder eine falsche Botschaft aufgestülpt werden, sollten Außerirdische kommen oder ein neuer, unbekannter Konflikt „Kinotauglichkeit“ gewährleisten?
Völliger Unsinn, denn das will doch keiner sehen! Wer in den Kinofilm geht, will wissen, wie es weitergeht.
Genau das bekommt er, schwungvoll geschrieben und inszeniert, gewohnt gut ausgestattet und hinreißend gespielt – und ist sogar für Zuschauer verständlich, die die Serie nicht kennen.
„Sex and the city“ trifft in jeder Hinsicht ins Schwarze.
Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
31.5.2008 von koch.
Über die Notwendigkeit von Fortsetzungen kann man sich streiten. Filme mit offenem Ende schreien danach, viele werden ohne zweiten Teil nicht zu Ende erzählt.
Anders bei den Indiana-Jones-Filmen: Sie sind mehr Episoden, die die Vorgängerfilme nie nötig gemacht haben.
So kann man in Bezug auf den vierten Indiana-Jones-Teil nur anführen, Lust gehabt zu haben und Geld damit verdienen zu wollen.
Ein Nachteil?
Ganz und gar nicht. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
15.5.2008 von koch.
Wer Kino hauptsächlich audiovisuell betrachtet, für den ist „Speed Racer“ ein Muss – auch auf die Gefahr hin, dass einem letztlich die Optik doch nicht gefällt.
Wer Kino hauptsächlich narrativ betrachtet, ist bei „Speed Racer“ in der Zwickmühle: Entweder man hasst ihn oder ist überrascht, tatsächlich Handlung zu finden – oder begibt sich auf die Suche nach Iroine, kritischer Distanz oder Kommentar, womit man letztlich auf die deutlichsten Schwächen eines ansonsten verblüffenden wie kreativen Bilderrausches stößt. Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »
14.5.2008 von koch.
Treffer!
Marvels erste Eigenproduktion ist nicht nur ein perfekt gemachtes, 186 Millionen Dollar teures Kinoabenteuer, sondern große Unterhaltung im besten Sinn. Witzig, interessant und wunderbar zynisch - so eine freche und erfrischende Superhelden-Verfilmung gab’s noch nie.
Keine Superkräfte wie bei den anderen Superhelden
“Iron Man” ist in mehreren Hinsichten etwas Besonderes: Zunächst kommt er mit erstaunlich wenig Action-Szenen aus, doch man vermisst sie auch nicht.
Dann der Charakter der Hauptfigur Tony Stark, der die Erzählung des Films prägt:
“Iron Man” hat keine Superkräfte, demnach gibt es auch nichts in seiner Persönlichkeit, dem er sich stellen müsste wie bei den anderen Superhelden.
Seine Macht entspringt einzig seinem Anzug, der nicht mehr ist als eine Maschine, die er selbst entwirft.
Nichts daran wirkt übersinnlich, mysteriös oder phantastisch. Er macht sich sein Wissen über Technik zunutze, der Anzug und dessen Vorzüge sind Mittel zum Zweck – ganz anders als bei Superman, Spider-Man oder den X-Men, die den Helden in einer Auseinandersetzung mit dem Schicksal ungewollter Gaben und den ihnen daraus resultierenden Pflichten zeigen.
Auch anders als Batman, der zwar ebenfalls keine Superkräfte besitzt, dafür aber ein teils sowohl optisch wie praktisch abstruses Arsenal an Hilfsmitteln einsetzt, und der sich aufgrund der seelischen Verletzung durch den Tod seiner Eltern zum psychologisch schwermütig zu deutenden Rächer und Bewahrer von Recht und Ordnung aufschwingt in einer surrealen Welt, die mit unserer wenig bis nichts gemeinsam hat.
Da hat “Iron Man” bedeutend mehr Bodenhaftung: Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Film-Kritiken | Drucken | Keine Kommentare »